Wir stellen vor: EHC Basel KLH (SUI)


Der EHC Basel KLH hat eine bewegte Vereinsgeschichte hinter sich.

Die Vereinsgründung war am 14. Oktober 1932. Der EHC ging aus der Eishockeysektion des SC Rotweiss hervor, welcher 1931 gegründet wurde. Bisher konnte der EHC noch keinen Meistertitel gewinnen, wurde aber 1946 und 1952 Vize-Schweizermeister und war 1956, 2003 und 2005 NLB-Meister. Am 23. Juni 2014 musste der Verwaltungsrat bekannt geben, dass die NLB-Equipe der EHC Basel Sharks Konkurs beantragt hat. Seit September 2014 spielt der Verein unter dem neuem Namen EHC Basel KLH in der drittklassigen Schweizer 1. Liga Zentral.

Sportlich lief es beim EHC äußerst durchwachsen. Obwohl der neue Klub bereits 1933 Serie-B-Meister der Zentralschweiz wurde, waren die ersten Jahre beschwerlich.

1935 gab es Massenaustritte und der Neue Eishockey-Club Basel (NEHCB) wurde gegründet. Dieser wurde jedoch bereits 1939 wieder aufgelöst und mit dem EHC Basel-Rotweiss rückfusioniert. Der EHC Basel-Rotweiss aber überlebte und wurde in den Saisons 1936/37 und 1937/38 erneut Serie-B-Meister der Zentralschweiz. 1941 stieg der EHC in die Nationalliga A auf und konnte sich durch die Kriegsjahre in der höchsten Liga halten. 1945/46 gilt als Saison des Durchbruchs. Nur knapp wurde der Meistertitel verpasst und die junge Mannschaft des EHC wurde Zweite in der Meisterschaft. Regelmäßig besuchten in dieser Zeit zwischen 5'000 und 10'000 Zuschauer die Kunsteinsbahn St. Margerethen. In der gleichen Saison bestritt der EHC Basel-Rotweiss als Nationalmannschaft Schweiz B offizielle Spiele gegen Belgien und Holland, die beide gewonnen wurden. Zudem spielte man als EHC Basel-Rotweiss gegen den kanadischen Armeemeister und verlor dabei 6:2. In der Saison 1948/49 konnte der EHC als erstes Team überhaupt den HC Davos in Davos besiegen. 1952 wurde der EHC Basel-Rotweiss zum zweiten Mal Vize-Meister und galt als größter Eishockey-Verein der Schweiz. 1952/53 stiegen die Basler ein erstes Mal in die Nationalliga B ab. 1956 konnte der EHC nach dem Gewinn der Meisterschaft in der NLB um den Aufstieg spielen und konnte sich für einige Jahre – und zum letzten Mal für lange Zeit – in der obersten Spielklasse halten.

Ab den 1960er-Jahren blieben die Erfolge aus und der EHC rutschte immer weiter in die unteren Spielklassen ab. Erst der vermeintliche Abstieg 1962 in die Nationalliga B, der nur durch die Aufstockung der Nationalliga A nicht Tatsache wurde, dann der definitive Abstieg in die Nationalliga B 1963. Bereits 1966/67 erfolgte sogar die Relegation in die 1. Liga, die dritthöchste Spielklasse. 1969 übernahm Kurt Sepp das Traineramt und nachdem sich das Team mit dem Alt-Internationalen Pio Parolini verstärkt hatte, gelang 1972 der Wiederaufstieg in die Nationalliga B. Die Freude währte allerdings nur kurz und nach der Relegation in die 1. Liga war der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte 1977 mit dem Abstieg in die 2. Liga erreicht. Die folgenden Jahre war der EHC Basel das, was man als "Liftmannschaft" bezeichnet – einmal oben, dann wieder unten. 1984 wurde zusammen mit Jim Koleff als Topscorer der Wiederaufstieg in die Nationalliga B erkämpft, aber bereits 1987 ging es wieder steil bergab - direkt bis in die 2. Liga. 1988 wurde der EHC mit Hilfe von Donatoren vor dem Konkurs gerettet; 1990 fusionierte der Verein mit dem EHC Kleinhüningen zum EHC Basel KLH Dragons. Obschon für die erste Mannschaft die EHC Basel AG gegründet wurde, hießen die Junioren und Nachwuchsteams immer noch EHC Basel KLH Dragons. In den 1990er Jahren hielt sich der EHC Basel KLH in der 1. Liga bevor im Jahre 2000 trotz einer Niederlage im Playoff-Final und dank einer Aufstockung der Nationalliga B, der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse gelang.
Zwischen 1977 und 1999 pendelte der EHC zwischen der Nationalliga B (von 1984-1987) und 2. Liga, bis 2000 der Wiederaufstieg in die Nationalliga B am grünen Tisch erfolgte. 2002 wurde die neue Eishalle eingeweiht. Am 23. März 2003 gewann der EHC Basel den Final der B-Meisterschaft gegen Visp und nach 40 Jahren konnte die direkte Promotion in die Nationalliga A gefeiert werden. Gleichzeitig mit der Promotion wurde der Club in EHC Basel umbenannt. In der Saison 2003/04 spielte der EHC eine miserable Qualifikation; er konnte sich zwar in den Relegationsspielen gewaltig steigern, jedoch war der Abstieg nicht mehr zu verhindern. Mit der Verpflichtung von Kent Ruhnke, ehemaliger Meistertrainer des SC Bern, unterstrich der EHC Basel seine Ambitionen auf den baldigen Wiederaufstieg. Die Saison verlief äußerst erfolgreich: Basel wurde B-Meister und besiegte in der Ligaqualifikation den HC Lausanne in der Best-of-7-Serie mit 4:3 und stieg somit wieder in die Nationalliga A auf. Mit gezielten Verstärkungen hatte man sich auf die neue Saison vorbereitet.

In der Saison 2005/06 schaffte der EHC Basel mit dem 6. Rang in der Qualifikation überraschend den Sprung in die Playoff-Viertelfinals und gleichzeitig den vorzeitigen Ligaerhalt. Die Saison 2006/07 war im Gegensatz zur vorangegangenen enttäuschend. Nach einem überraschend hervorragenden Blitzstart rutschte der Verein kontinuierlich in die Krise. Der EHC Basel landete auf den 12. und letzten Rang in der Qualifikation, konnte aber dafür in der zweiten Playoutrunde gegen Langnau den Klassenerhalt und den elften Schlussrang sichern.

In der Saison 2007/08 stieg der EHC Basel nach drei Jahren in der höchsten Spielklasse wieder in die National League B ab.
Die Saison 2008/09 stand im Zeichen eines Neuanfangs. Nur gerade ein einziger Spieler setzte seine Karriere beim EHC Basel fort. Die Ziele mussten jedoch nach unten angepasst werden. Der EHC Basel setzte fortan vermehrt auf den Ausbau der Nachwuchsorganisation und erhielt vom Schweizerischen Eishockeyverband das Label eines Leistungszentrums. Insbesondere strebte der Verein eine engere Zusammenarbeit mit den regionalen Eishockeyklubs an und hat in diesem Zusammenhang auch die Namensänderung vollzogen. Am 23. Juni 2014 gab der Verwaltungsrat der EHC Basel AG bekannt, dass der Club zahlungsunfähig ist und deshalb Konkurs angemeldet hat. Weil alle Rettungsversuche scheiterten, wurde am 7. Juli 2014 der Konkurs vollzogen. Die Liga entzog daraufhin dem Club die Lizenz.

Der Stammverein EHC Basel/Kleinhüningen war vom Konkurs nicht betroffen. Das bisherige Farmteam übernahm ab der Saison 2014/15 die Rolle des Aushängeschilds im Basler Eishockey und führte die Juniorenabteilung weiter. Der EHC Basel KLH startete mit neuem Logo Ende September in die 1.-Liga-Saison. Das Team tritt in der Gruppe Zentralschweiz an.

 

Die Elite B Junioren (U20)

Das Team von Headcoach Reto Waldmeier spielt in der schweizerischen Elite Junior B Liga und gehören dort zu den Top-Teams. In der Saison 2012-13 schlossen sie die Hauptrunde als Spitzenreiter ab, verloren aber das Halbfinale. In der darauf folgenden Saison 2013-14 standen sie am Ender der Hauptrunde auf Tabellenplatz 2 und scheiterten ebenfalls im Halbfinale. In der letzten Saison sicherten sie sich in der Relegation der 5. Platz in der Abschlusstabelle.

 

Mannschaftsaufstellung

Nr. Pos. Name Geburtsdatum
52 G Latscha Nathan 1997
82 G Kohler Gian Luca 1998
79 G Boros Nicolas 1998
4 D Meusi Matt 1997
5 D Henner Jan 1997
18 D Lanz Cedric 1997
41 D Kohler Tom 1999
61 D Spies Dominic 1999
86 D Giess Jerome 1998
90 D Cederbaum Eric 1996
3 F Fritz Jaromir 1996
9 F Bauch Lucas 1999
22 F Schneider Benedikt 1996
35 F Révész Marcell 2000
51 F Lanz Jerome 1998
55 F Gusset Nicolai 1997
70 F Dietrich Ueli 2000
81 F Weis Robin 1998
83 F Neuenschwander Olivier 1996
97 F Cueni Justin 1997
98 F Willi Flurin 1997
  HC Waldmeier Reto  
  C Erismann Marcel  
  BT Brunner Hans Peter  
  BT Scheidegger Werner  

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