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Die Mannschaft des EV Landshut wollte die Gunst der Stunde nutzen und trat mit einigen Spielern an (Torwart Berger, Heiß, Alex Ehl, Groß, Max Retzer und Zitterbart) an, die bereits Oberliga-Erfahrungen sammeln konnten.

Aber die Jungs aus Mannheim, die wieder mit Mike Fischer und Christoph Eckl antreten konnten, hielten dagegen und hatten bereits nach 2 Minuten einer aufgrund einer Bankstrafe reduzierten Mannschaft aus Niederbayern gegenüber. Danach gerieten jedoch auch die Mannheimer in einige brenzlige Situationen; einmal vertändelt Luca Gläser die Überzahl-Gelegenheit ein anderes Mal wirft sich der agile Yannick Valenti  im letzten Moment in die Landshuter Passbahn, ein Scharfschuss von Johannes Brunner verfehlt knapp das von Enrico Salvarani aufmerksam gehütete Gehäuse der Jungadler. Immer mehr gelingt es den Jungs von Frank Fischöder das Spiel an sich zu reißen und eigene Gelegenheiten zu kreieren wie bei einem schönen Drehschuss von Mike Fischer in der 8. Spielminute. Zwei Minuten später musste Zitterbart wegen Hakens die Strafbank drücken und jetzt machten es die Adlerträger besser! In der Überzahl wurde Yannick Valenti sehr schön freigespielt, konnte nach zwei Schussversuchen sogar noch den dritten aus der Halbdistanz zwischen den Bully-Kreisen anbringen  und der saß zur Mannheimer 1:0 Führung in den Maschen. Im Anschluss will Landshut seine Bemühungen forcieren, doch die laufstarken Cracks des Jungadlerteams gelang es immer wieder die gegnerischen Angriffe in der neutralen Zone zu bremsen.  Allerdings gerieten sie drei Minuten vor Drittelende durch einen Stockschlag von Christoph Eckl doch noch in Unterzahl und prompt erzielte der Landshuter Schützenkönig Luis Schinko den doch recht glücklichen Ausgleich zum 1:1.

Kurz nach Wiederbeginn nahm jedoch das Schicksal seinen Lauf: wieder geriet die Landshuter Mannschaft durch eine Strafe in Unterzahl und musste  sogleich das Gegentor der Jungadler zur 2:1-Führung hinnehmen. Wieder hatte man sich schön im Angriffsdrittel durchkombiniert und wieder war Yannick Valenti der Torschütze; fast identisch mit dem Führungstor aus dem ersten Drittel.
Für die Jungadler kam es sogar noch besser: nach weiteren 3 Minuten war es der Landshuter Torschütze vom Dienst Luis Schinko selbst, der auf die Strafbank musste. In der anschließenden Überzahl kam dann eine scharfer Pass von Luca Gläser an der linken Bande direkt vor das Landshuter Tor und von rechts kam wiederum Yannick Valenti angebraust und versenkte diese Vorlage eiskalt im Kasten zur 3:1-Führung. Doch damit war die Horror-Show für die Landshuter noch nicht zu Ende; keine Minute später musste Lukas Mühlbauer wegen Stockschlags pausieren und wieder schlugen die Jungadler in der Überzahl eiskalt zu! Nach wenigen Sekunden praktizierte man nochmals das eingeübte Freispielen von Yannik Valenti und hatte wieder Erfolg. Vom Bullykreis abgefeuert landete der Puck ziemlich humorlos im rechten oberen Eck zur 4:1-Führung der Mannheimer. Diese vier Valenti-Tore in Überzahl, vor allem die letzten 3 in schneller Folge,  hatten die Widerstandskraft der Landshuter nun doch stark eingeschränkt. Die Jungs von Frank Fischöder waren inzwischen klar „Chef“ auf dem Eis und schienen das Spiel voll im Griff zu haben. Selbst mehrere Strafzeiten (einmal sogar 3 – 5) wurden vom Mannheimer Bollwerk um Enrico Salvarani souverän gemeistert. In der 35. Spielminute krachte Mike Fischer in das Mannheimer Gehäuse und der Landshuter Übeltäter musste 2 Minuten absitzen. Obwohl man den gleichen Trick mit Yannik Valenti versuchte, gelang es diesmal nicht die Überzahl in ein Tor umzumünzen. Ein Pfostenschuss von Tim Lutz und ein knapp verfehlender Direktschuss von Wojciech Stachowiak waren die einzige Ausbeute.

Das letzte Spieldrittel begann mit einer Riesen-Möglichkeit für  Pierre Preto  und einem Alleingang von Moritz Seider nach fünf Minuten. Die Mannheimer hatten das Spiel nun fest im Griff. Sogar bei numerischem Gleichstand gelang es immer häufiger, in die Powerplay-Formation zu kommen und den Gegner zeitweise einzuschnüren. Zahlreiche gute Chancen wurden herausgearbeitet und …. vergeben oder blieben in Bergers Schonern hängen. In der 50. Spielminute wurde eine Bankstrafe gegen die Mannheimer ausgesprochen. Beinahe hätte Luca Gläser in Unterzahl einen Break erfolgreich abgeschlossen. Wenig später kam es zu einer unübersichtlichen Situation vor dem Jungadlergehäuse, bei der unter anderem das Tor verschoben wurde. Die Schiedsrichter haben jedoch in dem Getümmel um Enrico Salvarani erkannt, dass ein Spieler der Jungadler den Puck absichtlich unter sich schob. Da dies im Torraum geschah, entschieden die Unparteiischen regelgerecht auf einen Penaltyschuss. Alexander Ehl lief für die Landshuter an und ließ Enrico Salvarani mit einem schönen Move keine Chance und es stand plötzlich nur noch 2:4. Bei fortbestehender Strafzeit für die Jungadler kamen die Landshuter erneut zu einer Chance, die jedoch in den Armen von Enrico Salvarani landete. In der 54. Spielminute wurde Ehl an der Bande von den Beinen geholt und es gab wiederum eine Strafzeit für die Adlerträger. Diesmal jedoch ließen die Jungadler ihre Klasse aufblitzen und schossen in Unterzahl durch einen Alleingang von Luca Gläser mit einem lupenreinen Shorthand-Treffer, bei dem er den Puck den Torwart durch die Beine schob, die wieder beruhigende 5:2-Führung heraus.  Nun war die Landshuter Mannschaft endgültig getroffen und die letzten 3 Spielminuten gerieten für die Jungadler zum „Schaulaufen“: Ein Sahne-Pass von Wojciech Stachowiak in Linksaußen-Position in den Bullykreis wird von Luca Gläser als „Onetimer“ voll erwischt und zum 6:2 Endstand verwandelt.

Im anschließenden Interview gesteht Yannik Valenti, dass man in den letzten Training-Sessions an dem Powerplay-Spiel gefeilt hat und dies hat sich diesmal voll ausgezahlt. Man könne jedoch noch besser spielen und das will man am Samstag auch zeigen.
Wichtig ist, dass man im Rückspiel am Samstag nun die Serie bereits beenden kann und so mit Zuversicht dem 2. Playoff-Spiel entgegen sehen kann.

© Eishockey Leistungszentrum Jungadler Mannheim e.V.